Arbeit in Berlin
Berliner Tagebuch III
Berliner Tagebuch III
Liebe Freunde,
zunächst möchte ich Euch allen noch ein gesundes und erfolgreiches 2010 wünschen, in dem wir alle Gottes Segen und Fürsorge bemerken sollen und unsere Vorhaben Erfüllung finden mögen.
Berlin hat mich sofort nach dem Jahreswechsel wieder voll in Beschlag genommen.
Organisatorisch: Meine Berliner Wohnung musste bezogen und eingerichtet werden. Sie ist zum Glück nur durch einen kurzen Fußweg von meinem Büro entfernt. Aber Möbeleinkauf und Montage, Einrichtung und Transporte brauchen viel Zeit und Aufwand.
Politisch: Zu Beginn des Jahres stehen diesmal die Haushaltsberatungen des Deutschen Bundestages an. Insbesondere bin ich am Einzelplan Bildung und Forschung interessiert. Aber natürlich habe ich an den Debatten und Reden der Bundeskanzlerin Angela Merkel, des Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder und unserer Ministerinnen und Minister teilgenommen. Für mich als „Neuling“ ist es beeindruckend, wie es um unsere politische Kultur steht: Die SPD hat in ganz wenigen Wochen vollständig vergessen, wofür sie als Regierungspartei einmal selbst in Verantwortung stand, bei den Rednern der Linken bekommen viele nur das Gruseln und wünschen sich, dass diese Politiker niemals wieder Macht in Deutschland erhalten können. Auch einige grüne Abgeordnetenkollegen und ganz besonders die lieben Kolleginnen haben (wieder einmal) bewiesen, dass gute Kinderstube in ihrer Erziehung nicht stattgefunden haben kann, worauf sie offensichtlich auch noch besonders stolz sind. Ich meine, das ist beschämend, denn der Staatshaushalt und die damit verbundene Generaldebatte sind keine Bühnen für billige Polemik und Demagogie, sondern eine Kernaufgabe der Politik für unser Land, die insbesondere in Krisenzeiten viele gute Ideen und Vorschläge und kein inhaltsloses Geschwätz brauchen.
In der kommenden Woche beginnt dann wie der der ordentliche Parlamentsbetrieb mit der Arbeit in den Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Wenn dann meine Wohnung weitestgehend fertig ist, habe ich dann auch wieder Zeit, Abendveranstaltungen zu besuchen und zu „netzwerken“.
Seid gegrüßt bis zum nächsten Brief, Euer Thomas




